Taiji-Dao e.V
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Zhang Guangde der Begründer des Daoyin yangsheng gong

Professor Zhang Guangde (Begründer des daoyin yangsheng gong) verstarb am 30. Januar 2022 im Alter von 91 Jahren in Beijing (Peking).

 

Er wurde 1931 als Sohn einer Arztfamilie in China in der Provinz Hebei geboren. Von 1955 an studierte er Wushu (Chinesische Kampfkünste) an der „Beijing University of Physical Education” (BUPE) und arbeitete dort nach seiner Graduierung 1959 als Dozent. Er wurde einige Jahre später einer der ersten Professoren für Wushu.

 

Im Jahr 1972 diagnostizieren Ärzte bei ihm eine schwere Krankheit, mit Bluthochdruck, Leberentzündung, Störungen des Verdauungs- und Herz-Kreislaufsystems. Zwei Jahre später erkrankte er zusätzlich an Tuberkulose.

Da die Ärzte ihm empfahlen neben den Medikamenten auch die Bewegungskünste Wushu und Taijiquan einzusetzen, sammelte und systematisierte er Material über Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) sowie traditionelle Übungen zur Gesunderhaltung und fasste diese mit modernen Theorien über Krankheiten zusammen. Basierend auf diesen Kenntnissen und seinen Erfahrungen im Bereich des Wushu erstellte er verschiedene Übungsmethoden und unterstütze damit seine Heilung. 

 

Er kreierte in den letzten vierzig Jahren mehr als 49 Übungsformen, deren Besonderheit darin besteht, dass diese Methoden die medizinischen Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte mit den Grundkonzepten der TCM und der Qigong-Praxis verbinden.

Hierfür erhielt er 1992 eine staatliche Auszeichnung und im Jahre 1996 wurde der Methodenzyklus als erste Qigong-Methode in das Nationale Chinesische Gesundheitsprogramm aufgenommen. 

Im gleichen Jahr erhielt Prof. Zhang von der Chinesischen Wushu-Föderation den Titel „Hundert Wushu Meister” und zwei Jahre später - im Jahre 1998 - den Wushu Titel „Wushu achter Grad”.

 

Die ersten Veröffentlichungen von Prof. Zhang über den Methodenzyklus des  „Daoyin yangsheng gong” erschienen im Jahr 1984.

 

In China wird sein Methodenzyklus des gesundheitsfördernden Qigong vom Gesundheitsministerium offiziell anerkannt und findet Anwendung in Krankenhäusern sowie Sanatorien bei der Therapie verschiedenster Krankheitsbilder.